Das natürliche Fressverhalten der Pferde — wichtige Fakten

Trotz der Domestikation der Pferde haben sich ihr Verhalten und ihre Ansprüche an die Lebensumstände kaum verändert. In der freien Natur sind sie 12-18 Stunden mit der Nahrungsaufnahme beschäftig. Fresspausen dauern nie länger als 3-4 Stunden. Die Verdauungsorgane des Pferdes sind auf energiearmes, rohfaserreiches Futter abgestimmt. 

  • Beim Grasen nehmen die Pferde eine typische Fresshaltung mit zu Boden gesenktem Hals und Kopf ein. Diese Haltung entspannt die Rückenmuskulatur und die Gelenke. Die gesenkte Kopfhaltung begünstigt zudem den Speichelfluss, welcher zur Pufferung der Magensäure wichtig ist (Magengeschwüre!). 

  • Der Speichelfluss (ca 40l/Tag) wird beim Pferd nur durch den Kaumechanismus angeregt (anders wie beim Menschen, der den ganzen Tag Speichel produziert). Das Pferd braucht, um 1 kg Heu zu kauen, ungefähr 40 bis 50 Minuten. Dabei produzieren die Speicheldrüsen etwa 4 Liter Speichel. Für 1 kg Hafer braucht ein Pferd dagegen nur etwa 8 bis 15 Minuten und produziert dabei nur 1 Liter Speichel.

  • Das Fehlen der Gallenblase als Speicherorgan für die Gallenflüssigkeit zeigt, dass der Verdauungsapparat des Pferdes für eine gleichmässige Futteraufnahme über einen langen Zeitraum und nicht für wenige Mahlzeiten mit grossen Futtermengen konzipiert ist.

  • Gräser oder Kräuter werden mit den Lippen sortiert und mit den Schneidezähnen abgerissen oder abgezupft. Die Stundenlange Futteraufnahme ist notwendig für das Wohlbefinden der Pferde.

  • Bei der Entwicklung des PORTA-GRAZERs wurde den Bedürfnissen der Pferde betreffend Fressverhalten und Wohlbefinden Rechnung getragen. Das Pferd kann sein Heu auf eine natürlich langsame, kontinuierliche Art und in korrekter Körperhaltung fressen. Jeder Bissen wird durch die Löcher des drehbaren Einsatzes sortiert, portioniert und abgezupft und imitiert dadurch das natürliche Grasen.

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